CEO · Drees & Sommer
„Kein Zurück ins Büro: CEO des Jahres Steffen Szeidl über New Work, Deutschlands Infrastruktur und KI im Projektmanagement"
Steffen Szeidl ist CEO von Drees & Sommer, einem der führenden Beratungs- und Projektmanagementunternehmen mit über 6.000 Mitarbeitenden. In dieser Folge spricht er mit Bastian Lopez über Working from Everywhere statt Back to Office, das 500-Milliarden-Infrastrukturpaket der Bundesregierung, KI im Ingenieurswesen und warum langfristiges Denken der einzige Weg nach vorne ist.
„Ich würde nervös werden, wenn wir mal zwei Jahre nichts Neues machen – das wäre der Anfang der Abwärtsspirale."
— Steffen Szeidl
Drees & Sommer setzt auf Working from Everywhere statt Rückkehrpflicht. Wer Talente in einer schrumpfenden Branche halten will, braucht Vertrauen – keine Kontrolle. Einmal im Jahr 4.700 Mitarbeitende zu einem Festival zusammenzubringen wirkt mehr als jede Prämie.
Das Investitionspaket ist ein wichtiges Signal, aber bei weitem nicht genug. Allein die Wärmewende kostet 650–700 Milliarden. Ohne privates Kapital und neue Investitionsmodelle bleibt Infrastruktur ein Versprechen.
Drees & Sommer investiert seit Jahren konsequent in ESG, BIM und Digitalisierung – auch als andere abgewunken haben. Beim ESG-Boom war das Unternehmen als einziges ready. Wer nur auf Sicht fährt, wird beim nächsten Zyklus nicht dabei sein.
Jüngere prompten, ältere prüfen. Steffen Szeidl sieht in KI keine Bedrohung für Ingenieursarbeit, sondern eine Chance: Erfahrene wissen, was stimmen kann – Technologie liefert es schneller. Dieses Verschränken ist die Antwort auf den demografischen Wandel.
Zu viel Fokus auf das halb leere Glas. Deutschland hat Weltklasse-Ingenieurskunst und Erfahrung in Nachhaltigkeit. Szeidls Rezept: 80% ist gut genug zum Losrennen. Perfektion kostet Zeit, die Deutschland gerade nicht hat.
Steffen Szeidl ist CEO von Drees & Sommer, einem der führenden Beratungs- und Projektmanagementunternehmen mit über 6.000 Mitarbeitenden weltweit. Er startete vor fast 20 Jahren bei Drees & Sommer und wurde mit 34 Jahren jüngstes Vorstandsmitglied des Unternehmens. 2024 wurde er zum CEO des Jahres seiner Branche gewählt.