Michael Drill Deutschland-Chef Lincoln International im Gespräch mit Bastian Lopez – Entscheider:Inside Folge 28
Entscheider:Inside · Folge #28

Michael Drill

Deutschland-Chef · Lincoln International

„Inside M&A: 80-Stunden-Wochen, Nachfolge-Wellen und KI"

Michael Drill (Lincoln International) – Über diese Folge

Michael Drill ist seit über 20 Jahren Deutschland-Chef von Lincoln International – einer der führenden globalen Investmentbanken für M&A-Beratung im Mittelstand. In dieser Folge spricht er mit Bastian Lopez darüber, wie sich das M&A-Geschäft in 30 Jahren verändert hat, warum gerade jetzt eine Nachfolgewelle den deutschen Mittelstand erfasst, was KI mit der Teamstruktur im Investment Banking macht – und welche Skills wirklich entscheiden, wer Karriere macht.

„Als Investmentbanker sind wir weniger Zahlenakrobat als vielmehr guter Psychologe."

— Michael Drill

5 Key Takeaways

01

Karriere & Einstieg

Investment Banking ist kein Sprint auf schnelles Geld, sondern ein Marathonlauf mit exzellenter Ausbildung. Wer in den ersten Jahren viel lernt und Marktwert aufbaut, kann mit 40 Jahren Gehälter verdienen, die Geschäftsführer mittelgroßer Unternehmen nicht erreichen. Entscheidend ist nicht das erste Jahresgehalt, sondern wo man mit 45 steht.

02

Soziale Intelligenz schlägt Zahlenwissen

Gute Noten sind die Eintrittskarte. Was danach zählt, ist emotionale Intelligenz: Zuhören, Vertrauen aufbauen, Eigentümer in emotionalen Momenten richtig begleiten. Kein KI-Tool kann das ersetzen.

03

M&A in Deutschland: Wachstumsmarkt trotz Krise

Wirtschaftliche Schwäche ist eigentlich Gift für M&A – und trotzdem wird die Transaktionsdynamik steigen. Nachfolgethemen, Private Equity und Konzerne, die Töchter verkaufen, sorgen für mehr Deals. Für Einsteiger ist das Timing gerade gut.

04

KI verändert die Pyramide

KI wird Investment Banker nicht ersetzen, aber die Teamstrukturen verändern: weniger Analysten, mehr erfahrene Berater mit Sozialkompetenz. Netzwerken und Beziehungspflege werden wichtiger denn je.

05

Langfristigkeit als Erfolgsgeheimnis

Drill macht seit 30 Jahren dasselbe – und lernt noch immer dazu. Sein Antrieb: nicht Geld oder Status, sondern echte Freude am Job und die Befriedigung, wenn Kunden einen guten Deal machen. Wer langfristig erfolgreich sein will, braucht genau das.

Über Michael Drill – Deutschland-Chef von Lincoln International

Michael Drill studierte BWL in Fribourg, promovierte im Bereich Finance und startete seine Karriere in London bei Schroders, gefolgt von Bankhaus Oppenheim. Seit 2006 ist er Country Manager von Lincoln International in Deutschland – einer globalen Investmentbank, die sich auf M&A-Beratung im Mittelstand spezialisiert hat. Unter seiner Führung wuchs das deutsche Team von 15 auf über 130 Mitarbeitende. Lincoln International berät weltweit rund 200 Unternehmensverkäufe pro Jahr und zählt in Deutschland zu den führenden M&A-Häusern.

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