Chief Experience Officer · Ottobock
„Wir verändern Leben mit den Produkten."
Zum LinkedIn-Beitrag dieser FolgeMartin Böhm ist seit fünf Jahren Chief Experience Officer im Vorstand von Ottobock, dem niedersächsischen Medtech-Weltmarktführer für Prothetik und Orthopädietechnik. Im Gespräch mit Bastian Lopez Estrada erklärt er, warum bei Ottobock nicht das Produkt allein zählt, sondern die lebenslange Reise der Patientinnen und Patienten, wie Daten und CRM eine über 100 Jahre alte Firma näher an ihre Anwender bringen, warum generative KI in der Prothese selbst tabu ist, im Backoffice aber enorme Zeit spart – und warum nach dem Börsengang Neugier wichtiger wird als reines Wissen.
„Wir verändern Leben mit den Produkten."
— Martin Böhm
Der Chief Experience Officer ersetzt bei Ottobock den klassischen Chief Digital Officer – weil Digitalisierung längst Standard ist, aber echtes Kundenerlebnis darüber hinausgeht.
Bei Prothesen und Orthesen ist der Kauf keine einmalige Transaktion, sondern eine lebenslange Reise – Ottobock baut deshalb Communities, eine Patienten-App und Services rund um das eigentliche Produkt.
Weil Patienten selten ein zweites Produkt im klassischen Sinn kaufen, monetarisiert Ottobock über Services wie Running Clinics, Sportkurse und Partnerschaften – etwa mit den Atlanta Falcons (NFL).
Generative KI in der Prothese selbst ist tabu – im Erstattungsmanagement aber spart sie enorm Zeit, aus 24–28 Stunden Dokumentation werden wenige Sekunden.
Wissen ist durch KI jederzeit abrufbar – entscheidend wird laut Böhm die Fähigkeit, gute Fragen zu stellen, zu urteilen und in Szenarien statt in Absoluten zu denken.